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IMR 06/2020 - Vorwort

Liebe Leserinnen,
liebe Leser!

manchmal staune ich. Darüber, wie schnell wir uns an – auch gravierend – geänderte Umstände gewöhnen können und wie wohltuend schon ein Stück Normalität sein kann.

Klingt ein bisschen banal? Ja, aber auch ganz und gar nicht.

Wer hätte gedacht, wie schnell wir uns daran gewöhnt haben, Besprechungen über Videokonferenzen zu führen. Dabei die Pril-Blumen aus Omas Küche im Bayerischen Wald, wohin Mandanten mit ihrer kleine Kinder einschließenden Familie vor der Enge der Stadt in Pandemiezeiten geflohen sind, auszublenden und diszipliniert die anstehenden Projekte voranzutreiben? Dass wir bei Gericht schriftlich versichern, nicht wissentlich krank und keine potenziellen „Superspreader“ zu sein, um wenigstens die eilbedürftigen Verfahren verhandeln zu können? Ganze – von mir als Live-und-in-Farbe durchaus vermisste – Tagungen, wie der Deutsche Anwaltstag, werden digital durchgeführt und in unserem Sprachgebrauch verfestigt sich das sog. Webinar.

Zugleich bricht sich der Wunsch nach Normalität Bahn. Diese neue Normalität sorgt für nette Stilblüten, wie „Bayern ist, wo Biergärten vor Kindergärten öffnen“, aber auch für Unglaublichkeiten, nämlich dass der Flughafen BER in der Zeit mit dem geringsten Flugaufkommen seit den 1950er-Jahren eröffnet wird. Sie zeigt uns aber auch, wie eine neue Rubrik der Zeit-Online „Alles außer Corona“, dass noch andere Dinge wichtig sind:

Der (Regierungs-)Entwurf eines Gesetzes zur Förderung von Elektromobilität und zur Modernisierung des Wohnungseigentumsgesetzes und zur Änderung von kosten- und grundbuchrechtlichen Vorschriften (Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz – WEModG) vom 23.03.2020 hat die 1. Lesung im Bundestag durchlaufen. Es bleibt abzuwarten, ob die besonderen Umstände der Zeit es erlauben, den ehrgeizigen Zeitplan einer Verabschiedung vor der Sommerpause einzuhalten und ein Inkrafttreten zum 01.09.2020 zu erzielen. Angesichts der von den Verbänden im Rahmen der Anhörung zum Referentenentwurf geäußerten Kritik und einigen durchaus beachtenswerten Anpassungsvorschlägen, die im Regierungsentwurf keine Beachtung gefunden haben, erscheint es mir wünschenswert, dass Zeit und eine angemessene Form des Diskurses gefunden wird.

Auch die IMR wendet sich wieder hauptsächlich der aktuellen Rechtsprechung zu, wobei natürlich auch weiterhin auf die Besonderheiten dieser herausfordernden Situation eingegangen wird.

Ich wünsche Ihnen eine gute Balance, weiterhin Kraft sowie Gesundheit und sende Ihnen beste Grüße

Alice Burgmair
Rechtsanwältin

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