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Sachgebiet: Öffentliches Recht

1749 Entscheidungen insgesamt




Online seit 2012

IBRRS 2012, 4209
Mit Beitrag
ImmobilienImmobilien
Tagesbruchgefahr: Keine Haftung des Grundstückseigentümers!

VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25.10.2012 - 1 S 1401/11

1. Der Eigentümer eines Grundstücks, auf dem die Gefahr eines Tagesbruchs besteht, ist nicht Zustandsstörer, wenn die Gefahr von instabilen Stollen eines unter dem Grundstück liegenden Altbergwerks ausgeht, die nicht Bestandteil des Grundstücks geworden sind. Er wird bei Betreten seines Grundstücks auch nicht zum Verhaltensstörer, wenn das bloße Betreten die Tagesbruchgefahr nicht erhöht.*)

2. Ist ungewiss, wann sich eine auf Dauer bestehende Tagesbruchgefahr realisieren wird, fehlt es an einer die Inanspruchnahme des Nichtstörers rechtfertigenden unmittelbar bevorstehenden Störung.*)

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IBRRS 2012, 4200
Architekten und IngenieureArchitekten und Ingenieure
Wiedereintrag in die Architektenliste: Voraussetzung?

OVG Sachsen, Beschluss vom 29.08.2012 - 4 A 158/12

1. Ein Grund für die Löschung eines Architekten aus der Architektenliste ist die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens und dessen Einstellung mangels Masse. Offen bleibt jedoch, ob die Löschung einer Eintragung in der Architektenliste ausnahmsweise dann unverhältnismäßig ist, wenn im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung sämtliche Voraussetzungen einer erneuten Eintragung offensichtlich vorliegen.

2. Vom Vorliegen der Eintragungsvoraussetzungen in Gestalt geordneter Vermögensverhältnisse kann keine Rede sein, wenn der Architekt auf "hohe Wahrscheinlichkeit" zukünftiger Einnahmen hinweist, ohne konkrete Angaben über Höhe und zeitlichen Rahmen zu geben.

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IBRRS 2012, 4193
Öffentliches BaurechtÖffentliches Baurecht
Wie ist der individuelle Denkmalwert zu ermitteln?

OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 08.03.2012 - 10 A 2037/11

1. Als Erscheinungsbild eines Denkmals ist nach § 9 I lit. b DSchG NRW der von außen sichtbare Teil geschützt, an dem jedenfalls der sachkundige Betrachter den Denkmalwert, der dem Denkmal innewohnt, abzulesen vermag; das Erscheinungsbild ist von Vorhaben in der engeren Umgebung nur dann betroffen, wenn die Beziehung des Denkmals zu seiner engeren Umgebung für den Denkmalwert von Bedeutung ist.*)

2. Ein subjektives Recht eines Denkmaleigentümers, die denkmal- beziehungsweise baurechtliche Genehmigung eines benachbarten Vorhabens anzufechten, setzt voraus, dass der im Erscheinungsbild zum Ausdruck kommende Denkmalwert durch das angegriffene Vorhaben erheblich beeinträchtigt wird.*)

3. Zur Ermittlung des individuellen Denkmalwertes ist in erster Linie auf die Eintragung in der Denkmalliste und die ihr beigefügte Begründung abzustellen.*)

4. Regelmäßig ist es erforderlich aber auch ausreichend, dass in der Eintragung in der Denkmalliste oder in der beigefügten Begründung in groben Zügen diejenigen tatsächlichen Umstände und Wertungen festgehalten werden, die nach Auffassung der Denkmalbehörde die für die Begründung der Denkmaleigenschaft herangezogenen Bedeutungs- und Erhaltungsmerkmale des § 2 I 2 DSchG NRW konkret ausfüllen.*)

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IBRRS 2012, 4163
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 19.09.2012 - V ZB 60/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 4157
Öffentliches BaurechtÖffentliches Baurecht
Wie ist „längs der Bundesfernstraßen“ zu verstehen?

BVerwG, Urteil vom 29.02.2012 - 9 C 8/11

Das Anbauverbot für Anlagen der Außenwerbung "längs der Bundesfernstraßen" gem. § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i. V. m. § 9 Abs. 6 erfasst auch Standorte gegenüber von Autobahnabfahrten.*)

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IBRRS 2012, 4151
ImmobilienImmobilien
Hinterliegergrundstück: Anschluss- und Benutzungszwang?

VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 20.09.2012 - 1 S 3072/11

1. Die in einer Wasserversorgungssatzung einer Gemeinde dem einzelnen Eigentümer auferlegte Pflicht, sein Grundstück, auf dem Wasser verbraucht wird, an die öffentliche Wasserversorgungsanlage anzuschließen, wenn es an eine öffentliche Straße mit einer betriebsfertigen Versorgungsleitung grenzt oder seinen unmittelbaren Zugang zu einer solchen Straße durch einen Privatweg hat, setzt die tatsächliche und rechtliche Möglichkeit voraus, ein Grundstück an eine öffentliche Versorgungsleitung anzuschließen (Fortführung der Senatsrechtsprechung, vgl. Senatsurteile vom 30.03.1990 - 1 S 619/87 - NVwZ-RR 1990, 502 und vom 18.03.2004 - 1 S 2121/03 -).*)

2. Bei leitungsgebundenen Einrichtungen der Wasserversorgung ist die tatsächliche Anschlussmöglichkeit regelmäßig gegeben, wenn das Grundstück unmittelbar an eine kanalisierte Straße angrenzt, in der die Leitungen, an die angeschlossen werden soll, bis in Höhe des anzuschließenden Grundstücks verlegt sind (vgl. Senatsurteil vom 18.03.2004, a.a.O.).*)

3. Ein Grundstück, das weder an eine öffentliche Straße grenzt noch seinen unmittelbaren Zugang zu einer solchen Straße durch einen Privatweg hat, (Hinterliegergrundstück) ist rechtlich nur dann an die öffentliche Wasserversorgungsleitung anschließbar, wenn die Möglichkeit, Wasser durch ein anderes Grundstück zu leiten, dauerhaft gesichert ist. Erforderlich ist dabei eine dingliche Sicherung des Durchleitungsrechts (vgl. Senatsurteil vom 30.03.1990, a.a.O.).*)

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IBRRS 2012, 4132
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 11.10.2012 - V ZB 104/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 4128
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 19.09.2012 - V ZB 79/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 4126
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Schadensersatzansprüche eines Sportwettenanbieters

BGH, Urteil vom 18.10.2012 - III ZR 196/11

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 4125
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 11.10.2012 - V ZB 72/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 4122
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 27.09.2012 - V ZB 50/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 4121
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 27.09.2012 - V ZB 101/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 4083
Mit Beitrag
ImmobilienImmobilien
Wann verjähren bodenrechtliche Ausgleichsansprüche?

BGH, Urteil vom 18.10.2012 - III ZR 312/11

Der Beginn der Verjährung des bodenschutzrechlichen Ausgleichsanspruchs nach § 24 Abs. 2 Satz 4, 2. Alt. BBodSchG setzt die Beendigung der gesamten im Einzelfall erforderlichen beziehungsweise angeordneten Maßnahmen voraus.*)

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IBRRS 2012, 4043
Mit Beitrag
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Nachbar muss Seilbahn auf Kinderspielplatz dulden!

OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24.10.2012 - 8 A 10301/12

1. Die Privilegierung des Kinderspielplatzlärms in § 22 Abs. 1a BImSchG erfasst sowohl die von den Kindern unmittelbar ausgehenden Laute als auch die von den Spielgeräten herrührenden Geräusche.*)

2. Die mit dem Betrieb einer Seilbahn verbundenen Geräusche entsprechen dem Regelfall einer Spielplatznutzung.*)

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IBRRS 2012, 4004
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Energierecht - Berechnung von Netzanschlusskosten

BGH, Beschluss vom 09.10.2012 - EnVR 88/10

1. Netzanschlusskostenbeiträge sind auch nach der bis zum 8. September 2010 geltenden Fassung von § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 13 ARegV (in entsprechender Anwendung der Vorschrift) als dauerhaft nicht beeinflussbare Kostenanteile anzusehen.*)

2. Die Entscheidung der Bundesnetzagentur, beim Effizienzvergleich Einrichtungen im Bereich der Höchstspannung und das Verhältnis zwischen der Anzahl von Zählpunkten und der Anzahl von Anschlusspunkten nicht als Vergleichsparameter heranzuziehen, ist nicht ermessensfehlerhaft.*)

3. Macht der Netzbetreiber Mehrkosten geltend, weil er eine bestimmte Leistung - zum Beispiel Einrichtung und Betrieb von Zählpunkten - in überdurchschnittlich hohem Maße erbringen müsse, genügt es zum Nachweis dieser Kosten nicht, diese allein anhand der Zahl der Leistungseinheiten und der für eine Leistungseinheit durchschnittlich anfallenden Kosten zu berechnen. Der Netzbetreiber muss vielmehr darlegen und unter Beweis stellen, in welchem Umfang die Kosten gerade dadurch angestiegen sind, dass die Leistung in höherem Maße zu erbringen ist, als dies dem Durchschnitt entspricht.*)

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IBRRS 2012, 3961
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 30.08.2012 - V ZB 12/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3957
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Haftanordnung

BGH, Beschluss vom 19.09.2012 - V ZB 253/11

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3929
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Wer muss den Feuerwehreinsatz wegen einer Ölspur zahlen?

VG Gießen, Urteil vom 31.05.2012 - 8 K 5860/10

Werden Kosten für einen Feuerwehreinsatz geltend gemacht (hier: 21.851,05 EUR anlässlich eines Ölunfalls), bedarf es einer hinreichenden Dokumentation des Einsatzes, der eingesetzten Kräfte und der Einsatzmittel. Fehlt es hieran, geht dies zulasten der Behörde.*)

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IBRRS 2012, 3871
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Entschädigung für Beeinträchtigungen durch Verkehrslärm?

BGH, Urteil vom 20.09.2012 - III ZR 264/11

1. Ein Anspruch auf eine "echte" Enteignungsentschädigung unterliegt hinsichtlich seines Umfangs keiner Beschränkung oder Ausschlusswirkung des straßenrechtlichen Planfeststellungsbeschlusses (Anschluss an Senatsurteile vom 15. Februar 1996 - III ZR 143/94, BGHZ 132, 63 und vom 21. Januar 1999 - III ZR 168/97, BGHZ 140, 285).*)

2. Der fachplanungsrechtliche Ausgleichsanspruch aufgrund der Planfeststellung und die Enteignungsentschädigung im Sinne des Art. 14 Abs. 3 GG stehen nebeneinander. Verlangt der Eigentümer die Erfüllung beider Ansprüche, ist das Verbot einer Doppelentschädigung zu beachten.*)

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IBRRS 2012, 3868
Mit Beitrag
GewerberaummieteGewerberaummiete
Behörde muss dem Vermieter eine Feuerbeschau vorankündigen!

VGH Bayern, Urteil vom 02.10.2012 - 10 BV 09.1860

1. Art. 38 Abs. 5 Satz 1 in Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 Satz 1 LStVG verpflichtet die Eigentümer und Besitzer von Gebäuden und Anlagen, die der Feuerbeschau unterliegen, nicht dazu, der Öffentlichkeit nicht frei zugängliche Gebäude- und Anlagenbereiche ohne vorherige Ankündigung der Feuerbeschau zugänglich zu machen.*)

2. Die mit der Durchführung der Feuerbeschau Beauftragten dürfen daher in Anwesen mit mehreren Mietern solche Bereiche nicht mit Hilfe einzelner Mieter ohne vorherige Information des Vermieters betreten.*)

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IBRRS 2012, 3793
Mit Beitrag
ImmobilienImmobilien
Ohne Mülltonne keine Gebühren!

VG Gießen, Urteil vom 25.04.2012 - 8 K 446/11

1. Eine Gebührenpflicht kann nicht ohne entsprechende Zuteilung von Abfallgefäßen entstehen (im Anschluss an VGH Hessen, Beschluss vom 28.06.2011 - 5 A 1037/11, LKRZ 2011, 434).*)

2. Das bloße Anbringen eines Chips an Abfallcontainern ist nicht als Zuteilungsentscheidung zu sehen.*)

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IBRRS 2012, 3772
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Welche Kosten für Grundstücksanschlüsse sind erforderlich?

VGH Kassel, Urteil vom 25.04.2012 - 5 A 1514/11

1. Auf der Grundlage des § 12 HessKAG darf eine Gemeinde nur die Aufwendungen erstattet verlangen, die sie für erforderlich halten darf. Dies gilt für den Grund und die Höhe der Aufwendungen.*)

2. Bei der Frage, welche Aufwendungen die Kommune für erforderlich halten darf, steht ihr ein Einschätzungsspielraum zu.*)

3. Dieser Einschätzungsspielraum wird im Falle einer gemeinsamen Ausschreibung von Arbeiten an Versorgungsleitungen und Hausanschlussleitungen überschritten, wenn die Zuschlagsentscheidung zu einer unbilligen, weil unverhältnismäßigen einseitigen Belastung der Grundstückseigentümer führt, die auch unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Ausschreibungssituation nicht mehr sachlich gerechtfertigt ist.*)

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IBRRS 2012, 3759
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 30.08.2012 - V ZB 275/11

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3725
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 30.08.2012 - V ZB 281/11

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3721
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Verhandlung über Rückforderung einer Beihilfe

BGH, Beschluss vom 13.09.2012 - III ZB 3/12

Die Verhandlung eines Rechtsstreits, der die Rückforderung einer unter Verstoß gegen die Notifizierungs- und Wartepflicht (Art. 108 Abs. 3 Satz 1 und 2 AEUV, Art. 88 Abs. 3 Satz 1 und 3 EG) gewährten Beihilfe zum Gegenstand hat, darf grundsätzlich nicht ausgesetzt werden, bis eine bestandskräftige Entscheidung der Europäischen Kommission oder des Gerichts der Europäischen Union über die materiellrechtliche Vereinbarkeit der Zuwendung mit dem Gemeinsamen Markt vorliegt.*)

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IBRRS 2012, 3708
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 30.08.2012 - V ZB 255/11

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3705
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 30.08.2012 - V ZB 45/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3701
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 30.07.2012 - V ZB 245/11

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 4933
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Erhebung von Straßenbaubeiträgen von WEG: Forderung muss sich Wohnung zuordnen lassen!

VG Greifswald, Urteil vom 28.08.2012 - 3 A 94/10

Ein Bescheid über die Erhebung eines Straßenbaubeitrags ist nicht hinreichend bestimmt, wenn sich die Beitragsforderung bei bestehendem Wohnungseigentum nicht einer bestimmten Wohnung zuordnen lässt.*)

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IBRRS 2012, 4768
VergabeVergabe
Leistung ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt?

VGH Bayern, Urteil vom 06.07.2012 - 4 N 11.2673

Der Verzicht auf die satzungsmäßige Festschreibung eines ganz bestimmten, für ausreichend erachteten Beweismittels lässt den Normunterworfenen die Wahl, den geforderten Nachweis auf unterschiedlichem Wege zu erbringen.

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IBRRS 2012, 3615
ImmobilienImmobilien
Beitragspflicht wegen Niederschlagswasserentwässerung

OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 16.04.2012 - 15 A 593/12

1. Die Schaffung von Abwasseranlagen für Niederschlagswasser ist mit Gebrauchsvorteilen verbunden, die in der Beseitigung des auf dem Grundstück anfallenden Niederschlagswasser bestehen. Dies führt zu eine Verbesserung der Erschließungssituation und steigert durch eine bessere Nutzbarkeit den Gebrauchsvorteil des betroffenen Grundstücks.

2. Wird der Anschluss an die Regenwasserkanalisation mit Wissen und Wollen des Grundstückseigentümers vorgenommen, wird der die Beitragserhebung rechtfertigende wirtschaftliche Vorteil unwiderleglich vermutet.

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IBRRS 2012, 3566
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Zivilrecht - Streik und Recht aus der Fluggastrechteverordnung

BGH, Urteil vom 21.08.2012 - X ZR 138/11

1. Ruft eine Gewerkschaft im Rahmen einer Tarifauseinandersetzung die Piloten eines Luftverkehrsunternehmens zur Arbeitsniederlegung auf, kann dies außergewöhnliche Umstände im Sinne des Art 5 Abs. 3 der Fluggastrechtsverordnung zur Folge haben.*)

2. Das Luftverkehrsunternehmen ist in diesem Fall davon befreit, Ausgleichszahlungen für die Annulierung derjenigen Flüge zu leisten, die es absagt, um den Flugplan an die zu erwartenden Auswirkungen des Streikaufrufs anzupassen.*)

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IBRRS 2012, 3543
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 26.07.2012 - V ZB 178/11

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3534
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 12.09.2012 - V ZB 169/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3494
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Arzneimittelrecht - Nachweis der Wirksamkeit

BGH, Urteil vom 15.03.2012 - I ZR 44/11

Für den gemäß § 14b Abs. 1 Satz 2 DiätV zu führenden Nachweis der Wirksamkeit eines als diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (ergänzende bilanzierte Diät) beworbenen und vertriebenen Mittels bedarf es insbesondere auf dem Gebiet der Schmerzlinderung in Fällen, in denen objektiv messbare organische Befundmöglichkeiten fehlen und der Wirksamkeitsnachweis allein von einer Beurteilung des subjektiven Empfindens der Probanden abhängt, placebo-kontrollierter Studien.*)

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IBRRS 2012, 3350
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Therapieunterbringung nur bei Sicherungsverwahrung

BGH, Beschluss vom 12.07.2012 - V ZB 106/12

Eine Therapieunterbringung nach § 1 Abs. 1 ThUG kann nur gegen Betroffene angeordnet werden, die sich in Sicherungsverwahrung nach dem Strafgesetzbuch befinden oder befunden haben, nicht jedoch gegen nach § 275a Abs. 5 StPO aF einstweilig Untergebrachte.*)

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IBRRS 2012, 3310
ImmobilienImmobilien
Nicht jede Straße ist auch eine Straße!

VG Freiburg, Urteil vom 11.07.2012 - 4 K 1621/10

1. Ob eine Straße im Rechtssinne "vorhanden" ist, beurteilt sich nicht nur nach der tatsächlichen Existenz einer Straße, vielmehr richtet sich das anerkanntermaßen nach dem bis zum Inkrafttreten des Bundesbaugesetzes geltenden Landesrecht.

2. Allein die Tatsache eines Straßenbaus lässt nicht notwendigerweise auf die Existenz eines Ortsstraßen- bzw. Bebauungsplans schließen.

3. Die Erhebung von Erschließungsbeiträgen ist nicht rechtmäßig, wenn die streitgeständliche Straße als "Ortsstraße zum Anbau bestimmt» und bis 1961 vollständig plangemäß hergestellt wurde.

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IBRRS 2012, 3266
Umwelt und NaturschutzUmwelt und Naturschutz
Versicherung als Abfallerzeuger i.S. des KrW-/AbfG

OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 10.08.2012 - 20 A 222/10

Eine Versicherung, die anstelle ihres (insolventen) Versicherungsnehmers einen Abbruchunternehmer mit dem Abbruch eines durch einen Brand zerstörten Gebäudes und mit der Lagerung des Abbruchmaterials beauftragt, ist Abfallerzeuger i.S. des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes und kann deshalb zur Entsorgung der beim Abbruch angefallenen Abfälle herangezogen werden.

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IBRRS 2012, 3190
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Regulierung des Energiemarktes

BGH, Beschluss vom 23.07.2012 - EnVR 93/10

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3172
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 21.06.2012 - V ZB 263/11

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 3156
Mit Beitrag
Umwelt und NaturschutzUmwelt und Naturschutz
Anwendungsbereich der TA-Luft

BVerwG, Beschluss vom 18.06.2012 - 7 B 62.11

Die Regelung in § 4 Abs. 3 Nr. 2 der 20. BImSchV schließt für die vom Anwendungsbereich der 20. BImSchV erfassten flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), zu denen in erster Linie die Kohlenwasserstoffe, mithin auch Benzol, gehören, einen Rückgriff auf die Grenzwerte der TA Luft grundsätzlich aus.*)

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IBRRS 2012, 3143
Mit Beitrag
ProzessualesProzessuales
Verfahrensrecht - Drohung mit Strafanzeige: Richter befangen?

BVerfG, Beschluss vom 25.07.2012 - 2 BvR 615/11

Das Erstatten wie die Androhung einer Strafanzeige gegen eine Partei durch den Richter stellt nur dann keinen Befangenheitsgrund dar, wenn der Richter zuvor die vorhandenen Verdachts- und Entlastungsumstände sorgfältig abgewogen und der Partei Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben hat.

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IBRRS 2012, 3119
Öffentliches BaurechtÖffentliches Baurecht
Ortsfester Imbissstand: Wasseranschluss erforderlich?

OVG Niedersachsen, Beschluss vom 18.07.2012 - 13 ME 123/12

Zur Erforderlichkeit eines Anschlusses an die öffentliche Trinkwasserversorgung bei einem ortsfest betriebenen Imbissstand.*)

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IBRRS 2012, 3002
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Zivilrecht - Mitteilungspflichten der Behörden nach § 31 Abs. 2 VermG

BGH, Urteil vom 12.07.2012 - III ZR 104/11

Zur Reichweite der Mitteilungspflichten der zuständigen Behörden gemäß § 31 Abs. 2 VermG, wenn der die Restitution begehrende Antragsteller sowohl Ansprüche auf Rückübertragung eines Unternehmens als auch auf Rückübertragung einzelner Vermögensgegenstände anmeldet, die zum Vermögen des Unternehmens gehörten.*)

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IBRRS 2012, 2950
VergabeVergabe
Freie Vergabe statt öffentl. Ausschreibung: Schwerer Vergabeverstoß!

VGH Bayern, Beschluss vom 23.05.2012 - 4 ZB 10.547

1. Die freihändige Vergabe von Aufträgen ohne Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen ist ein schwerer Vergaberechtsverstoß, der einen Zuwendungsgeber zur Rückforderung der Zuwendung berechtigt.

2. Die Verwendung von Fertigbauteilen beim Bau von Brunnenschächten setzt schon nach allgemeiner Lebenserfahrung nur einen geringeren Grad an Spezialisierung voraus.

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IBRRS 2012, 2946
VergabeVergabe
Dürfen Ausschreibungstexte weiterwendet werden?

VG Stuttgart, Urteil vom 12.07.2012 - 4 K 3842/11

1. Die zur öffentlichen Bekanntmachung bestimmten Ausschreibungstexte einer Kommune sind Informationen i.S.d. § 2 Nr. 2 IWG.*)

2. Die Herausgabe solcher Informationen zur - bewussten oder geduldeten - Weiterverwendung durch einen Dritten begründet nach § 3 Abs. 1 IWG den Gleichbehandlungsanspruch aller Interessenten.*)

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IBRRS 2012, 2910
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Sicherungshaft

BGH, Beschluss vom 24.07.2012 - V ZB 142/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 2892
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Schadensrecht - Amtshaftung wegen Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht

BGH, Urteil vom 05.07.2012 - III ZR 240/11

Zur Amtshaftung des Landes Berlin wegen der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht für einen seit Jahren in einem "desolaten" Zustand befindlichen Gehweg.*)

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IBRRS 2012, 2808
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache

BGH, Beschluss vom 21.06.2012 - V ZB 46/12

(Ohne amtlichen Leitsatz)

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IBRRS 2012, 2796
Öffentliches RechtÖffentliches Recht
Haftrecht - Abschiebehaftsache: Zum Haftantrag

BGH, Beschluss vom 14.06.2012 - V ZB 284/11

Der Haftantrag muss dem Betroffenen spätestens zu Beginn der Anhörung in Kopie ausgehändigt und erforderlichenfalls übersetzt werden.*)

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