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Seminardetails

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Anwaltliche Strategien im Sachverständigenrecht

Zum effektiven Umgang mit Gutachte(r)n



Termin und Ort

Donnerstag, 22.11.2018, 09:30 - 17:00 Uhr, Mannheim

Referent

VorsRiLG a. D. Prof. Jürgen Ulrich
war mehr als 36 Jahre lang an diversen Gerichten als Richter im Einsatz. Ihm ist die erste Honorarprofessur der Hochschule in Bochum verliehen worden; hier lehrt er das Fach "Ziviles Baurecht". Seit nun beinahe zwei Jahrzehnten befasst sich der Referent intensiv mit dem Recht der Sachverständigen sowie der praktischen Arbeit der privaten und der gerichtlichen Sachverständigen. Das von ihm bearbeitete Standardwerk "Der gerichtliche Sachverständige" ist in der 12. Auflage erschienen; ebenfalls von ihm stammt das - bei ibr-online veröffentlichte und im Verlag C.H. Beck zusätzlich in Papierform erschienene - Werk "Selbständiges Beweisverfahren mit Sachverständigen". Von Prof. Ulrich finden sich ferner zahlreiche Aufsatzveröffentlichungen und IBR-Entscheidungsbesprechungen zu den speziellen Themen des Sachverständigenrechts und dem Recht des selbständigen Beweisverfahrens. Gemeinsam mit Dipl.-Ing. Werner Seifert, ö.b.u.v. Sachverständiger, fungierte Prof. Ulrich mehrfach als Leiter des Arbeitskreises VI "Sachverständigenrecht" der Deutschen Baugerichtstage in Hamm. Prof. Ulrich ist der Vorsitzende der Bauschlichtungskammer bei der Handwerkskammer Dortmund und der Bauschlichtungskammer bei der Handwerkskammer Südwestfalen.
 

Teilnehmerkreis

Rechtsanwälte, Sachverständige, Bauleiter, Architekten und Ingenieure.

Ziel des Seminars

Insbesondere aufgrund der rasant fortschreitenden technischen Entwicklung und Spezialisierung werden Bausachverhalte immer komplexer und komplizierter. In beinahe jedem Bauprozess benötigt der Richter zur Klärung bzw. Prüfung der technischen Gegebenheiten fallbezogenen technischen Sachverstand mindestens eines Fachmanns (= Sachverständigen). Eine im Jahre 1982 veröffentlichte - auch empirische - Untersuchung hat für die Zeit der damaligen Erhebung offenbart, dass Richter in beinahe 95% der Fälle den von ihnen ausgesuchten gerichtlichen Sachverständigen folgen. Jüngere Arbeiten zu diesem Thema fehlen zwar; es kann aber davon ausgegangen werden, dass sich die gegenwärtigen Verhältnisse nicht anders darstellen. Weiterhin gilt der von Quack bereits im Jahre 1993 formulierte Satz: "Verlorene Gutachten sind ... verlorene Prozesse." Einige Insider schreiben dem gerichtlichen Sachverständigen die Rolle des Urteilsdiktierers, Richters ohne Robe, des nicht-richterlichen Oberlehrers zu. Früher und heute wird von anderen - bisweilen auch denselben - gefordert, den Sachverständigen entsprechend seiner faktischen Funktion - im wahren Sinne: optisch - neben den Juristen auf der Richterbank zu platzieren und damit aus der Rolle des Beweismittels zu lösen.

Der Referent geht ein auf die spezielle Funktion der Sachverständigen in der juristischen Wirklichkeit. Anhand der Stationen des Baurechtsstreits (u. a. Vorbereitung mit privaten Gutachtern, Relevanz eines vorgeschalteten selbständigen Beweisverfahrens, angemessene Kontrolle der Person des gerichtlich ausgewählten Sachverständigen, Begleitung seiner Findung der Befundtatsachen, Prüfung des gelieferten Gutachtens, strategische Vorbereitung und Durchführung der mündlichen Anhörung - jeweils mit Erörterung der diversen Befangenheitssituationen - und schließlich rechtzeitige und dann auch kritische Analyse seiner Kostenrechnung) werden die verschiedenen Phasen des Verhältnisses Gericht - Sachverständiger - Partei/Rechtsanwalt kritisch und mit konkret formulierten Verhaltenshinweisen erörtert.

Die Teilnehmer erhalten ein insbesondere die jüngere Rechtsprechung darstellendes umfassendes Konzept mit formulierten Praktiker-Tipps.

Themen

  1. Grundsätzliches zur Rolle und Funktion des Sachverständigen in der juristischen Wirklichkeit

  2. "Stationen" des Sachverständigenbeweises mit dazu passenden anwaltlichen Einflussnahmen: Schwierigkeit beim Einsatz von Privatgutachten vor dem und während des Rechtsstreits; anwaltliche Aktivitäten im Vorfeld der richterlichen Gutachterbeauftragung

  3. Chance auf Abänderung des Beweisbeschlusses

  4. Mittelbare Einflussnahme des Rechtsanwalts auf die richterliche Auswahl

  5. Anwaltliche und die Vorarbeiten des Sachverständigen begleitende Aktivitäten

  6. Anwaltliche Maßnahmen ab Gutachtenerhalt

  7. Reaktionen des Anwalts auf Gutachtenmängel

  8. Spezielles zur Berufung in Bausachen

  9. Besonderheiten "geliehene Gutachten": Vergleich

  10. Rechtzeitige Prüfung - und taktische Schlüsse aus - der Kostenrechnung des gerichtlichen Sachverständigen


Nachweise/Zertifikate

Für Ihren Fortbildungsnachweis: Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung über 6 Zeitstunden (8 Weiterbildungspunkte der verschiedenen Architekten- und Ingenieurkammern: Bitte bei Anmeldung die für Sie zuständige Kammer angeben).

Unser Tagungsservice für Sie

  • Ausführliche Seminarunterlagen
  • Seminargebühr inkl. Mittagessen + 1 Softgetränk, Snacks, Tagungs- und Pausengetränke


Tagungsmodalitäten

  Seminardetails als PDF
Termin: Donnerstag, 22.11.2018, 09:30 Uhr - 17:00 Uhr
Ort: IBR-Seminarzentrum
Heinrich-von-Stephan-Straße 3
68161 Mannheim
Telefon: 0621/120 32-18
Fax: 0621/2 83 83
Preis (zzgl. MwSt.): 399,00 €

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Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Sandra Koden gerne unter Telefon 0621/12032-18 oder Fax 0621/28383.